Nachricht

Caritas stellt Ehrenamtsarbeit beim Netzwerktreffen Integration und Migration im Landtag vor

Netzwerktreffen Migration1

Die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen Lisa Stapper und Petra Schröter stellten Ihren Vortrag unter das Thema "Lust statt Frust - Ehrenamt sichern und Absichern". Nach den hohen Einwanderungszahlen in den Jahren 2015 und 2016 und der damit verbundenen starken Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, die spontan und meist unreguliert war, geht es heute darum, das Ehrenamt zu strukturieren und die Hilfe gezielt und effizient einzusetzen. Dazu braucht es eine Koordination, die Ehrenamtliche wirbt und dort einsetzt, wo sie nötig ist.

Netzwerktreffen Migration3Lisa Stapper und Petra Schröter koordinieren das Ehrenamt für die Flüchtlingssozialarbeit der Caritas im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.Sebastian Kieslich, Caritasverband für Dresden e.V.

Das Ehrenamt ist eine wichtige Ergänzung der Flüchtlingssozialarbeit und hilft, dass die neuen Mitbürger schneller in ihrem Umfeld ankommen und andererseits die Alteingesessenen ihre neuen Mitmenschen kennenlernen. Dabei ist es wichtig, dass keine Seite überfordert wird und jedem auch das zugestanden wird, was er an Zeit für den anderen mitbringt. Die Herausforderung ist, die Bereitwilligen zu finden und hier vor allem jüngere zu überzeugen, bei der Integrationsarbeit zu helfen. Neben der Lebensaufgabe kann das Ehrenamt auch nur für eine begrenzte Zeit ausgeübt werden. Es gibt vielfältige Aufgaben, die das zulassen. Das Wichtigste ist, die Freude am Ehrenamt zu erhalten. Daher ist den Ehrenamtskoordinatoren auch der persönliche Austausch mit dem einzelnen Ehrenamtlichen wichtig.

Netzwerktreffen Migrationv.l.n.r. Lisa Stapper, Caritas-Sozialarbeiterin, Stephan Falley, stellv. Geschäftsführer des Dresdner Caritasverbandes und Fachbereichsleiter Pflege und Beratung , Victor Vincze, persönlicher Referent des Sächsischen Ausländerbeauftragten, Geert Mackenroth, Sächsischer Ausländerbeauftragter, und Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Integration und GleichstellungSebastian Kieslich, Caritasverband für Dresden e.V.

Das Netzwerktreffen begann mit aktuellen Informationen aus der Staatsregierung zum Thema Integration und Migration. Dazu berichtete Integrationsministerin Petra Köpping unter anderem über die Entscheidung, Qualifizierungskurse zur Ausbildungsreife von Geflüchteten über 18 Jahren anzubieten. Ab dem 1. September dieses Jahres sollen zunächst 400 Kursteilnehmer qualifiziert werden. Eine Altersbeschränkung ist nicht vorgesehen.

Am Nachmittag des Netzwerktreffens sprachen Manuela Plizga-Jonarska, Koordinatorin für Interkulturellen Dialog der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Wroclaw und Anna Szarycz, Beraterin des Stadtpräsidenten für Soziales und Integration über Integrationskonzepte der Wojwodschaft und der Stadt Breslau. Unter den vorgestellten Projekten waren ein strukturiertes Programm zu Ächtung und Entfernung von Hassparolen im Stadtgebiet, ein Partnerprojekt für Sprachtandems mit über 80 unterstützenden Cafés, Vereinen und Restaurants und ein Dialogprogramm für Botschafter des Dialoges. Hier ist bereits Multikulturalität selbstverständlich und auf Augenhöhe.

Netzwerktreffen Migration6

 

Download

PowerPoint-Präsentation