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Stand: 17.11.2016

Pressemitteilung

Caritas begrüßt Stadtratsinitiative zur Besserstellung der Flüchtlingssozialarbeit

Der Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Dresden wird morgen (27.4.) dazu den interfraktionellen Antrag "Förderung ,Sozialer Projekte‘ zur Beratung und Integration von Migrant_innen" (V0294/17)" in einer öffentlichen Sitzung behandeln.

Zum Antrag äußert sich Caritas-Geschäftsführerin Juliana Schneider:

"Der interfraktionelle Antrag zielt auf die Stärkung der Integrationsarbeit vor Ort, was wir sehr begrüßen. Das heißt, unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können sich dann intensiver um die Flüchtlinge in den Stadtteilen kümmern und sie über ihre Rechte und Pflichten in unserer Gesellschaft aufklären. Insbesondere brauchen die Neuankömmlinge mehr Unterstützung, um in ihrem neuen Wohnumfeld anzukommen. Dazu gehört, sie bei Fragen der Weiterbildung wie beispielsweise dem Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen und sie auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu begleiten.

Des Weiteren gibt uns der Antrag die Chance, die Netzwerk- und Ehrenamtsarbeit in den Stadtteilen weiter auszubauen. Wichtig ist uns dabei, Ansprechpartner auch für die Dresdnerinnen und Dresdner beim Thema Asyl zu sein. Der Informationsbedarf ist hier immer noch sehr hoch. Ängste auf beiden Seiten bestehen weiterhin. Wir wollen helfen, Vorurteile gegenüber dem Fremden abzubauen und für gegenseitigen Respekt in der Gesellschaft werben.

Wir freuen uns sehr, wenn eine breite Mehrheit des Stadtrates den interfraktionellen Antrag zustimmt. Das ist dann nicht nur ein starkes Zeichen, die Integration in unserer Stadt erfolgreich zu gestalten, sondern stärkt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vielen Ehrenamtlichen den Rücken."

Der Antrag der Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grüne und der SPD sieht unter anderem vor, den Betreuungsschlüssel zwischen Sozialarbeiter und Asylbewerber auf 1:80 zu senken, den geplanten Integrationsbegleiter pro Sozialraum um eine weitere Stelle zu erhöhen und für besonders schutzbedürftige Personen eine Teilzeitstelle zu schaffen. Des Weiteren soll die Ehrenamtskoordination der Stadt ausgebaut und die Gesundheitsförderung für geflüchtete Frauen und Migrantinnen weiter verstärkt werden.

Der Caritasverband für Dresden e.V. ist seit dem 1. April 2015 mit der Flüchtlingssozialarbeit in den Ortsämtern Leuben und Prohlis zuständig. Derzeit betreut die Caritas rund 1.000 Asylbewerber in ihrem Zuständigkeitsgebiet.

Der interfraktionelle Antrag ist zur Information beigelegt.

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Beschlussvorlage