URL: www.caritas-dresden.de/aktuelles/presse/jugendhilfeeinrichtung-in-berggiesshuebe
Stand: 04.06.2018

Pressemitteilung

Jugendhilfeeinrichtung in Berggießhübel-Bad Gottleuba (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) wird geschlossen

Wie der katholische Wohlfahrtsverband heute (15.6.) mitteilt, wird die Schließung schrittweise umgesetzt: zunächst die Kinder-Wohngemeinschaft zum 30.06.2018 und dann die Jugendwohngemeinschaft und der Inobhutnahme zum 31.08.2018.

Dazu äußert sich Geschäftsführerin Juliana Schneider: "Es ist uns bewusst, dass die Kinder und Jugendlichen eine Heimat in unserem Haus St. Martin gefunden haben. Daher bedauern wir die Entscheidung, mit der wir es uns nicht einfach gemacht haben. Wir sind bestrebt, bestmögliche Lösungen für die Hausbewohner zu finden. Ein internes Konzept haben wir dazu aufgestellt und dem Landkreis zur Verfügung gestellt. Letztlich wird er darüber entscheiden. Unsere Mitarbeiterteams vor Ort sind sehr zeitnah informiert worden. Sie haben sehr viel für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 0-18 Jahren, in 3 Wohngruppen, in den 3 Jahren des Bestehens des Hauses geleistet. Wir möchten unsere Fürsorgepflicht  wahrnehmen und arbeiten daran, ihnen eine Perspektive in unserem Verband zu geben.

Letztlich überwog bei der Entscheidung die Verantwortung im Gesamtverband. Die Situation des Hauses St. Martin im Landkreis ist heute eine ganz andere als zur Gründung vor gut drei Jahren. Die finanziellen Rahmenbedingungen heute lassen es nicht zu, das Haus betriebswirtschaftlich annähernd gesund zu führen. Die Belegungen des Landkreises sind in den Jahren immer weiter zurückgegangen. Alternative Konzepte wurden von uns geprüft und liegen vor und können aus den genannten Gründen nicht mehr zur Anwendung kommen.

Unter anderen Rahmenbedingungen im Landkreis sind wir gern bereit, die Tätigkeiten als erfahrener Träger, auch der Jugendhilfe, in geeigneter Weise weiterzuführen und als kontinuierlicher Arbeitgeber die Dienste zu verstetigen. Wir danken allen Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Wohlgesonnenen, mit denen wir gern zusammengearbeitet haben. Unsere ambulanten Hilfen wie auch andere Dienste der Caritas sind im Landkreis weiter präsent."