Unter dem Motto "Investieren Sie in Menschlichkeit" sind die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen und Ostthüringen dazu aufgerufen, soziale Projekte der Caritas zu unterstützen.
"Wir brauchen eine neue Kultur der Solidarität", betont der Caritasdirektor für das Bistum Dresden-Meißen, Matthias Mitzscherlich. Die soziale Not in der Gesellschaft zu lindern, sei nicht nur Sache der Politik oder der Wohlfahrtsverbände, sondern solidarische Aufgabe jedes Bürgers. Dabei gehe es jedoch nicht nur um materielle Hilfe. "Wir wollen den Menschen in Not auch Mut machen, alles zu tun, um wieder ein eigenständiges, menschenwürdiges Leben zu führen."
Als Wohlfahrtsverband der Katholischen Kirche unterhält die Caritas im Bistum Dresden-Meißen rund 200 Dienste und Einrichtungen, in denen Menschen am Rande der Gesellschaft, Familien, allein Erziehende, Alte und Kranke, Mütter in Not, Wohnungslose oder Migranten Hilfe und Rat erfahren. Die Caritas mit ihren Verbänden beschäftigt im Bistum Dresden-Meißen rund 7.000 Mitarbeitende. Mit den Spenden aus der Straßensammlung werden vor allem Maßnahmen finanziert, die nicht durch öffentliche Gelder gedeckt sind.
In Dresden und dem Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge sollen die Geldspenden vor allem für die Allgemeine Sozialberatung eingesetzt werden. Dieser Dienst verfolgt einen ganzheitlichen Beratungsansatz und bietet Menschen ein einfach zugängliches Angebot zur Beratung, Begleitung und Unterstützung. Jeder kann hier mit jedem Problem wie beispielsweise bei Krankheit und Behinderung, Wohnungsproblemen bei Obdachlosigkeit oder familiären Belastungen kommen. Oft sind unsere Mitarbeiter hier erster Ansprechpartner und erster Zuhörer. Sie bieten den Menschen Gesprächsangebote und psychosoziale Beratung. Darüber hinaus helfen sie unter anderem bei der Klärung sozialrechtlicher Ansprüche und bei deren Durchsetzung, beraten in sozialrechtlichen Fragen, unterstützen bei Anträgen und Behördengängen und vermitteln zu speziellen Beratungs- und Hilfsangeboten. Außerdem koordiniert der Dienst als Ergänzung professioneller sozialer Arbeit auch den Einsatz Ehrenamtlicher. Die Allgemeine Sozialberatung versteht sich als Unterstützer für Menschen, denen es schwer fällt, im vielfältigen Angebotsspektrum von Hilfen und gesetzlichen Ansprüchen eine Orientierung zu entwickeln. Sie begleitet Menschen, die mit der Komplexität des Alltags überfordert sind und die aufgrund ihrer facettenreichen Problemlagen eine Reihe unterschiedlichster spezieller Fachdienste in Anspruch nehmen müssten. In der Beratung soll gemeinsam nach pragmatischen und lösungsorientierten Hilfen gesucht werden, die den Menschen stärkt. Die Professionalität und Vielseitigkeit des Dienstes erfordert ausreichendes Fachpersonal und Ressourcen, für das der Caritasverband weitestgehend allein aufkommt.
Wichtiger Hinweis: Da sich jedes Jahr auch Betrüger auf den Weg machen, weist die Caritas ausdrücklich darauf hin, dass sich die legitimierten Sammler durch einen nummerierten Ausweis oder eine nummerierte Sammelliste ausweisen können. Der Ausweis wird zusammen mit einer verplombten Spendenbüchse ausgegeben, die die gleiche Nummer trägt. Auf der Liste und auch auf dem Ausweis ist eine Telefonnummer angegeben, unter der man sich von der Richtigkeit der Dokumente überzeugen kann.