Sozialaktion „DeinLauf 2016“ des Bistum Dresden-Meißen spendet 4.000 Euro an Caritas-Onlineberatung [U25]
Das Bistum Dresden-Meißen hat im Rahmen des Dresden-Marathonlaufes am 23. Oktober zur Sozial-Aktion "DeinLauf" aufgerufen und dabei 4.000 Euro für die Caritas-Onlineberatung [U25] für suizidgefährdete Jugendliche gesammelt. Bistumsjugendreferent Benno Kretschmer-Stöhr übergab Caritas-Geschäftsführerin Heike Riedel und [U25]-Projektkoordinatorin Annemarie Schütze nun symbolisch einen Papierschuh, auf dem die Spendenzahl "4.000" stand. "Wir freuen uns sehr über das
v.l.n.r. Läufer Bernhard Gottlieb, Bistumsjugendreferent Benno Kretschmer-Stöhr, [U25]-Koordinatorin Annemarie Schütze und Caritas-Geschäftsführerin Heike RiedelSebastian Kieslich
Engagement der Läuferinnen und Läufer. Sie haben großartiges geleistet. Die Spende hilft unserem [U25]-Projekt nicht nur materiell weiter, sondern stärkt vor allem den jungen Ehrenamtlichen den Rücken", so Heike Riedel.
Insgesamt 15 Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren haben sich am "DeinLauf 2016" beteiligt, der nach 2014 zum zweiten Mal vom Bistum Dresden-Meißen ausgerufen und organisiert wurde. Neben dem Marathon sind auch wieder 4,2 Kilometer, 10 Kilometer und ein Halbmarathon gelaufen worden. Für jeden gelaufenen Kilometer haben Sponsoren aus der Familie, Kirchgemeinde, dem Freundeskreis, aus dem Verein oder der Arbeit einen Geldbeitrag geleistet. Weitere 1500 Euro kommen sozialen Projekten zugute, die sich die Läufer selbst ausgewählt haben. Zur Fortführung der Sozialaktion äußert sich Bistumsjugendreferent Benno Kretschmer-Stöhr: "Wir sind glücklich, dass wir nun zum zweiten Mal mit dem Sponsorenlauf ein wichtiges Projekt der Caritas unterstützen konnten. Unser Ziel ist es, für 2018 weitere Läuferinnen und Läufer für "DeinLauf" zu gewinnen, sodass diese Form von christlicher Sendung weiter wächst und anderen zugutekommt."
[U25] Dresden ist ein Online-Beratungsangebot für Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren in Krisen und in Suizidgefahr. Es bietet eine anonyme, kostenlose Beratung und Begleitung an - von jungen Menschen für junge Menschen. Neben Berlin ist es in dieser Form die einzige Anlaufstelle für suizidgefährdete Jugendliche in den östlichen Bundesländern. Die freiwilligen Peerberater durchlaufen eine umfassende sechsmonatige Ausbildung zur Krisenberaterin und zum Krisenberater. Danach begleiten sie Jugendliche, die sich in einer persönlichen Notlage per Help-Mail an [U25] wenden.
In Sachsen verlieren jährlich über 640 (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen) durch Suizid ihr Leben. Damit ist die Zahl derer, die durch Suizid sterben, höher als die Zahl der Verkehrs- und Drogentoten sowie der Verbrechensopfer zusammen. Sachsen nimmt damit einen traurigen Spitzenplatz in Deutschland ein. Auf 100 000 Einwohner kommen nach Angaben des statistischen Landesamtes rechnerisch 15,9 Suizide. In Deutschland nehmen sich über 10.000 Menschen jedes Jahr das Leben (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Gerade unter jungen Menschen ist das Suizidversuchsrisiko besonders hoch: Experten schätzen, dass in Deutschland jeden Tag 40 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren versuchen, sich das Leben zu nehmen. In Anbetracht dieser alarmierenden Zahlen ist das Projekt [U25] ins Leben gerufen worden. Das Projekt wird finanziell ausschließlich über Eigenmittel der Caritas getragen.